Universelle Roboterlösung für alle gängigen DECKEL Maschinentypen
Der SherpaLoader® ist eine kameragesteuerte Roboterlösung, die DECKEL Bearbeitungsmaschinen vollautomatisch be- und entlädt – und so die Spindelzeit deutlich erhöht. Das System lässt sich sowohl an neue DECKEL MAHO Maschinen als auch an ältere Bestandsmaschinen anpassen. So gelingt der Einstieg in die Roboterautomation wirtschaftlich, schnell und ohne Programmierkenntnisse.
Unverbindlich beraten
Ein Präzisionsfertiger mit Fokus auf Einzelteile, Prototypen und Kleinserien stand vor einer konkreten Herausforderung: Ein Kunde erhöhte sein Abrufvolumen – die vorhandene DECKEL MAHO DMU 60 eVo sollte wirtschaftlich automatisiert werden. Eine Anfrage beim Maschinenhersteller ergab, dass allein die Nachrüstung von Drehdurchführungen, Spannhydraulik, Türantrieb und Profibus-Schnittstelle einen hohen fünfstelligen Betrag gekostet hätte. Für eine damals bereits zehn Jahre alte Maschine war das keine sinnvolle Option.
Die Lösung: Ein SherpaLoader® M25, der ohne kostenintensive Maschinenmodifikationen direkt angebunden wurde. Heute ist der Betreiber überzeugt: „Die Automation von MAFU-SHERPA haben wir vor circa neun Monaten in Betrieb genommen. Ich möchte mir heute nicht mehr vorstellen, wie wir das Pensum der automatisierten Anlage in Handbeladung stemmen sollten." Alle Details zu diesem Projekt finden Sie in der vollständigen Case Study.
Die Spindel ist das Herzstück jeder Bearbeitungsmaschine – und jede Minute, in der sie stillsteht, kostet Geld. Der SherpaLoader® übernimmt das Be- und Entladen vollautomatisch, sodass die Maschine ohne manuelle Unterbrechungen durchläuft. Auch über Nacht oder am Wochenende arbeitet die DECKEL Maschine weiter – ohne dass Bedienpersonal vor Ort sein muss. Das Ergebnis: deutlich mehr Produktionsstunden pro Tag bei gleichem Maschinenpark.
Qualifizierte Maschinenbediener sind rar und teuer. Mit dem SherpaLoader® übernimmt der Roboter die repetitive Beladetätigkeit, sodass Fachkräfte für wertschöpfendere Aufgaben eingesetzt werden können. Ein Bediener kann so mehrere Maschinen gleichzeitig betreuen, was die Produktivität je Mitarbeiter deutlich steigert. Die Kosten pro gefertigtem Teil sinken – und die Wettbewerbsfähigkeit steigt.
Manuelles Beladen ist fehleranfällig – besonders unter Zeitdruck. Der SherpaLoader® positioniert jedes Werkstück unter identischen Bedingungen, mit hoher Wiederholgenauigkeit. Das reduziert Ausschuss, sichert die Maßhaltigkeit und sorgt für gleichbleibende Qualität – auch über lange Schichten und große Serien hinweg.
Der SherpaLoader® ist für Losgrößen von 5 bis 5.000 Teilen optimiert – genau der Bereich, in dem viele DECKEL Betreiber täglich arbeiten. Kurze Rüstzeiten machen auch häufig wechselnde Aufträge wirtschaftlich automatisierbar. Teure Festvorrichtungen oder Rasterplatten entfallen, weil die Werkstückerkennung kameragestützt erfolgt.
Das Herzstück des SherpaLoader® ist SherpaVision® – ein 3D-Kamera- und Lasersystem, das Werkstücke auf Tischwagen, Paletten und in der SpaceBox automatisch erkennt und ihre Lage präzise erfasst. Rund-, Vierkant- und Plattenzuschnitte werden ohne mechanische Anschläge oder Rasterplatten identifiziert. Ein integrierter Verschluss schützt die Kameraoptik vor Schmutz und Spänen – auch unter rauen Fertigungsbedingungen. Das macht den SherpaLoader® zum weltweit ersten Beladeroboter, der diese Werkstückformen im Standard automatisch erkennt.
Bei einem Teilewechsel wird lediglich die Greiferfingerstellung angepasst – aufwendige Magazin- oder Palettenwechsel entfallen komplett. Das dauert weniger als fünf Minuten und die Maschine ist wieder in Betrieb. Gerade bei häufig wechselnden Aufträgen ist dieser Vorteil entscheidend, denn jede Minute Umrüstzeit kostet Spindelzeit. Während andere Systeme noch einrichten, lädt der SherpaLoader® bereits wieder.
Je nach Bauteil, Losgröße und Platzsituation stehen drei Materialbereitstellungskonzepte zur Verfügung. Die SpaceBox fasst auf zwei Europaletten-Fläche (ca. 12 m²) über 3.000 Kleinteile und ermöglicht eine autonome Laufzeit von mehreren Tagen. Für Prototypen und Kleinserien eignet sich der Tischwagen mit einfachem Andocksystem. Schwere oder großformatige Werkstücke werden über Paletten zugeführt – auch Bauteile bis 175 kg sind automatisierbar.
Die Steuerung erfolgt über EasyControl – eine dialoggeführte Oberfläche mit grafischen Eingabemasken auf einem 17-Zoll-Touchdisplay. Neue Aufträge werden ohne Roboter-Fachkenntnisse eingerichtet; das System ist bei der Inbetriebnahme vollständig für die jeweilige DECKEL Maschine eingerichtet und übergeben. Ihr bestehendes Team kann direkt loslegen – ohne Schulungsaufwand, ohne externe Programmierer.
Für Bearbeitungszentren mit leichten bis mittelschweren Fräsbauteilen bieten sich die Modelle SherpaLoader® M7 und SherpaLoader® M12 an. Der M7 handhabt Kantmaterial bis 4* kg im Bereich 10×10×10 bis 150×150×150 mm, der M12 deckt Werkstücke bis 8* kg ab. Beide Systeme sind kompakt, wirtschaftlich und ideal für DECKEL Maschinen mit begrenztem Platzangebot und wechselnden Teilespektren.
Die Modelle SherpaLoader® M25 und SherpaLoader® M50 sind für typische Fräsbauteile in mittleren Gewichtsklassen ausgelegt. Der M25 bewegt Werkstücke bis 18* kg, der M50 bis 38* kg. Der M25 kam bereits erfolgreich beim beschriebenen DECKEL MAHO DMU 60 eVo Projekt zum Einsatz.
Für schwere Bauteile stehen die Modelle SherpaLoader® M88 und SherpaLoader® M225 zur Verfügung. Der M88 handhabt Werkstücke bis 73* kg, der M225 ist auf projektspezifische Anforderungen ausgelegt und ermöglicht die Automatisierung auch von Bauteilen bis 175* kg. Diese Systeme bieten maximale Traglast und Stabilität – ideal für anspruchsvolle Fräsanwendungen auf leistungsstarken DECKEL Maschinen.
* abhängig vom Bauteilschwerpunkt
Der SherpaLoader® ist mit allen gängigen Bearbeitungsmaschinen kompatibel. Neuere Maschinen werden per Profibus, Profinet oder Ethernet/IP angebunden. Ältere DECKEL Maschinen ohne werkseitige Busschnittstelle werden über freie M-Funktionen und potenzialfreie Kontakte eingebunden – ohne kostspieliges Interface vom Maschinenhersteller. So lässt sich auch eine betagte Bestandsmaschine mit demselben System automatisieren wie eine aktuelle Neumaschine.
DECKEL Maschinen ohne angetriebene Schutztür können nachgerüstet werden. MAFU-SHERPA bietet einen wartungsfreien elektrischen Türantrieb, der sich direkt in den Automationsablauf integriert. Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit sind individuell einstellbar; eine automatische Hinderniserkennung und sichere Kraft- und Geschwindigkeitsbegrenzung gemäß EN ISO 13849-1 Performance Level d sorgen für Betriebssicherheit. So lassen sich auch Nebenzeiten im Bearbeitungsprozess weiter reduzieren.
Ein optionales Wendemodul ermöglicht die automatische Drehung von Werkstücken direkt im Beladeprozess. So können beide Seiten eines Bauteils ohne manuellen Eingriff bearbeitet werden – ideal für 5-Achs-Bearbeitungszentren wie die DECKEL MAHO DMU-Baureihe. Das spart Umrüstzeit, reduziert Fehlerquellen und ermöglicht eine durchgängige Komplettbearbeitung in einer Aufspannung.
Der SherpaLoader® ist serienmäßig mit einer Blasdüse ausgestattet, die Spannvorrichtungen vor dem Einfuttern und bearbeitete Teile vor dem Ausfuttern automatisch reinigt. Ergänzend kann eine integrierte Reinigungsstation nachgerüstet werden, die Werkstücke nach der Zerspanung von Spänen und Kühlschmierstoff befreit. Saubere Teile sind Voraussetzung für präzises Messen und sichere Weitergabe in nachgelagerte Prozesse.
Eine optionale Ausrichtstation stellt sicher, dass Rohteile exakt vorpositioniert werden, bevor der Roboter sie in die Maschine einlegt. Das ist besonders wichtig bei engen Toleranzen und komplexen Geometrien. Kombiniert mit dem elektrischen Spindelantrieb für mechanische Schraubstöcke lassen sich auch Maschinen ohne Hydraulik oder Pneumatik vollautomatisch spannen – präzise, wiederholgenau und ohne manuellen Eingriff.
Der Fertigungsprozess lässt sich durch weitere Module erweitern: Werkstücke können direkt nach der Bearbeitung automatisch markiert oder gemessen werden – noch innerhalb des Roboterablaufs. Das verkürzt die Prozesskette, eliminiert separate Handhabungsschritte und sichert eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Für Betriebe mit Dokumentationspflicht – etwa in der Medizintechnik oder Luft- und Raumfahrt – ist das ein entscheidender Vorteil.
Mit seiner universellen Schnittstelle lässt sich der SherpaLoader® an alle gängigen Dreh- und Fräsmaschinen anbinden – unabhängig von deren Baujahr. So kann mit demselben SherpaLoader® eine betagte Bestandsmaschine nachgerüstet, und genauso eine Neumaschine automatisiert werden.
Grundsätzlich lassen sich alle gängigen DECKEL und DECKEL MAHO Maschinen automatisieren – von älteren Baureihen über modernere Bearbeitungszentren bis hin zu aktuellen DMG MORI Modellen. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern der technische Zustand und die Zugänglichkeit für Be- und Entladung.
In vielen Fällen kann die Roboterlösung parallel zur laufenden Fertigung vorbereitet und schrittweise in Betrieb genommen werden. Vorinstallationen und eine strukturierte Inbetriebnahme minimieren den Stillstand auf ein Minimum. Das Ziel ist stets eine möglichst unterbrechungsfreie Umsetzung – damit Ihre DECKEL Maschine so schnell wie möglich wieder produziert.
Ja. Die universelle Schnittstelle des SherpaLoader® unterstützt verschiedene Kommunikationswege – von modernen Busprotokollen bis zu potenzialfreien Kontakten und M-Funktionen. Selbst wenn eine DECKEL Maschine bereits in einer früheren Phase mit einer neuen CNC-Steuerung ausgestattet wurde, kann der SherpaLoader® in der Regel problemlos angebunden werden – ohne Eingriff in die bestehende Steuerungsarchitektur.
Mit dem SherpaLoader® kann eine DECKEL Maschine mannlos betrieben werden – auch nachts, am Wochenende oder an Feiertagen. Die SpaceBox versorgt die Anlage mit Material für mehrere Schichten am Stück. So entstehen produktive Stunden, ohne dass Bedienpersonal vor Ort sein muss – eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zur Kapazitätssteigerung.
Jede DECKEL Maschine und jede Fertigung ist anders. Werkstückgeometrien, Losgrößen, Platzverhältnisse und Schichtmodelle fließen direkt in die Konzeption ein. So entsteht eine maßgeschneiderte Lösung – keine Standardkonfiguration von der Stange.
In einer praxisnahen Livedemonstration wird sichtbar, wie der SherpaLoader® Werkstücke kameragesteuert erkennt, präzise greift und zuverlässig zuführt. So erhalten Interessenten einen klaren, realistischen Eindruck von den Möglichkeiten der Automation – bevor eine Entscheidung getroffen wird.
Auf Basis der Anforderungsanalyse wird ein individuelles Angebot erstellt – inklusive einer nachvollziehbaren Wirtschaftlichkeitsberechnung. So lässt sich der Return on Investment klar einschätzen: Ein richtig eingesetzter SherpaLoader® amortisiert sich in der Regel innerhalb von 12 Monaten.
Von der ersten Analyse über die Installation bis zur vollständigen Inbetriebnahme wird der gesamte Prozess begleitet. Die Automation wird vollständig eingerichtet und übergeben – inklusive Einweisung des Teams. Im laufenden Betrieb steht ein Fernwartungszugang sowie ein Netzwerk autorisierter Servicepartner zur Verfügung, die bei Bedarf innerhalb weniger Fahrstunden vor Ort sind.
Gerne zeigen wir Ihnen und Ihrem Team, wie Sie den SherpaLoader® ohne Vorkenntnisse starten und einsetzen können.
Rufen Sie uns an
Schreiben Sie uns