Das Video zeigt, wie ein SherpaLoader® M12 die Bearbeitung auf einer DMG MORI M1 mit SINUMERIK 828D automatisiert. Der Roboter übernimmt das Be- und Entladen der Maschine und sorgt so für einen durchgängigen, wiederholgenauen Ablauf ohne manuellen Eingriff. Der SherpaLoader® M12 ist auf leichte Werkstücke und kleinere Stückzahlen ausgelegt und demonstriert hier, wie sich eine 3-Achs-Bearbeitungsmaschine kompakt und zuverlässig automatisieren lässt – mit integrierter Materialbereitstellung und Sicherheitstechnik, die einen Betrieb im direkten Umfeld der Anlage erlaubt.
Die Automationszelle im Überblick
Im Einsatz ist der SherpaLoader® M12 mit zwei Zweibackengreifern, der so die anfallenden Greifaufgaben innerhalb des Zyklus übernimmt. Zur Werkstückerkennung kommt das Kamera-Laser-System SherpaVision® zum Einsatz, das die Bauteile exakt dort erfasst, wo sie liegen. Die Werkzeugmaschine arbeitet mit einem pneumatischen Spannmittel und ist über die SINUMERIK 828D in den automatisierten Ablauf eingebunden. Damit fügt sich die Automation nahtlos in die bestehende Maschinensteuerung ein.
Kompakte Bauweise mit integrierter Materialbereitstellung
Eine Besonderheit dieser Anwendung ist der kompakte Aufbau: Der Roboter steht auf einem eigenen Gestell, in das die Materialbereitstellung in Form einer SpaceBox bereits integriert ist – in dieser Konfiguration mit sieben Schubladen. Roboter und Materialzuführung bilden so eine geschlossene Einheit, die wenig Stellfläche beansprucht und sich gut in bestehende Fertigungsumgebungen einfügt. Über die Schubladen wird das Material geordnet bereitgestellt, was eine verlässliche Versorgung der Maschine über längere Laufzeiten ermöglicht.
Der Ablauf Schritt für Schritt
Einlegen der Rundteile
Der Roboter entnimmt die Rundteile aus den Schubladen und legt sie mit einem Zweibackengreifer in die Maschine ein. Durch die exakte Werkstückerkennung über SherpaVision® werden die Bauteile dabei sicher und positionsgenau aufgenommen.
Standardablauf und Teilewechsel
Anschließend durchläuft die Zelle ihren Standardablauf: Bauteil einlegen, Bearbeitung durch die Maschine, Teilewechsel. Dieser gleichmäßige, kontinuierliche Prozess versorgt die Maschine zuverlässig und sorgt für eine konstante Auslastung – die Grundlage für mehr Spindelzeit und eine gleichbleibende Fertigungsqualität.
Sicherheit und Integration
Die Zelle verfügt über zwei Sicherheitseinrichtungen. Eine Tür sichert den Zugang vor den Schubladen ab, zusätzlich überwacht ein Bodenscanner den Bereich vor dem Gestell – im Video unten links am Gestell gelb gekennzeichnet. Nähert sich eine Person, reduziert der Roboter zunächst seine Geschwindigkeit; bei weiterer Annäherung bleibt er vollständig stehen. Diese abgestufte Überwachung ermöglicht ein sicheres Arbeiten in der direkten Umgebung der Anlage und sorgt dafür, dass sich die Automation auch in einem zugänglichen Arbeitsumfeld zuverlässig betreiben lässt.