In diesem Video ist zu sehen, wie ein SherpaLoader® T88 die Bearbeitung von Stahl-Rohteilen auf einer DN Solutions Puma 3100L mit Fanuc i Series plus automatisiert. Der Roboter übernimmt nicht nur das Be- und Entladen der Maschine, sondern auch die Rückseitenbearbeitung über eine Wendestation – und damit eine echte Komplettbearbeitung ohne manuellen Eingriff. Der SherpaLoader® T88 ist für schwere und große Drehteile ausgelegt und zeigt hier, wie sich auch anspruchsvolle Abläufe zuverlässig und wiederholgenau automatisieren lassen.
Die Automationszelle im Überblick
Im Einsatz ist ein SherpaLoader® T88 mit zwei Dreibackengreifern, der so unterschiedliche Greif- und Wendeaufgaben innerhalb desselben Zyklus übernimmt. Zur Werkstückerkennung kommt das Kamera-Laser-System SherpaVision® zum Einsatz. Die Werkzeugmaschine arbeitet mit einer Hauptspindel mit Dreibackenfutter und ist über die Fanuc i Series plus in den automatisierten Ablauf eingebunden.
Der Ablauf Schritt für Schritt
Materialbereitstellung mit gestapelten Rohteilen
Die Stahl-Rohteile liegen nicht einzeln, sondern gestapelt auf der Palette – bis zu vier Teile übereinander. Dadurch passt deutlich mehr Material auf eine Palette, was die autonome Laufzeit der Anlage spürbar verlängert. Möglich wird dies durch die Werkstückerkennung von SherpaVision®, die jedes Teil exakt erfasst und so auch gestapelte Bauteile sicher handhabt.
Einlegen und Bearbeitung
Der Roboter entnimmt ein Rohteil und legt es in die Hauptspindel ein, anschließend startet die Bearbeitung. Nach der Bearbeitung wird das Bauteil zunächst mit Druckluft abgeblasen und dann entnommen. So gelangen keine Späne an die nächste Aufspannung – eine wichtige Voraussetzung für gleichbleibende Bearbeitungsqualität.
Rückseitenbearbeitung über die Wendestation
Für die Komplettbearbeitung fährt der Roboter das Bauteil zur Wendestation. Dort legt er es ab, greift es kontrolliert von der anderen Seite und richtet es auf der Ausrichtstation neu aus. Anschließend legt er das gewendete Teil erneut in die Maschine ein, sodass auch die Rückseite bearbeitet werden kann. Auf diese Weise verlässt das Werkstück die Zelle vollständig fertig bearbeitet.
Verschachtelter Ablauf und Rückstapeln
Während die Maschine arbeitet, holt der Roboter bereits das nächste Bauteil vom nächsten Stapel und wartet vor der CNC, um das Teil zu tauschen. Das Fertigteil legt er auf der zweiten Palette ab und beginnt dort, die Bauteile wieder zu stapeln. So entsteht aus der zuvor vollen Rohteilpalette nach und nach eine geordnete Fertigteilpalette – platzsparend und ohne zusätzlichen Handhabungsaufwand.