Consistent component quality on the Hermle C400 thanks to robot integration
Für eine gleichbleibend effiziente Fertigung ist die Abstimmung zwischen Maschinenlaufzeit, Materialfluss und Bauteilhandhabung ein zentraler Faktor. In dem gezeigten Fertigungsprozess wird das Hermle C400 5-Achs Bearbeitungszentrum durch den SherpaLoader®M20 in eine automatisierte Prozessumgebung eingebunden, die eine durchgängige Mehrseitenbearbeitung ohne manuelle Eingriffe ermöglicht. Die automatisierte Übergabe, Ausrichtung und Doppelspannung der Werkstücke sichert standardisierte Abläufe bei reduzierter Nebenzeit und konstantem Qualitätsniveau.
Reproducible component machining on the Hermle C400 thanks to robot-assisted component handling
Der SherpaLoader®M20 ist mit zwei Zweibacken-Parallelgreifern, automatisierter Reinigungseinheit und einem kamerabasierten Erkennungssystem ausgestattet. Mit dem kamerabasierten Erkennungssystem erfasst der Roboter die Bauteile auf der Materialbereitstellung und greift diese zielsicher. So kann der Fertigungsprozess an wechselnde Fertigungsbedingungen und Bauteilgeometrien angepasst werden. Außerdem werden so Abweichungen in der manuellen Bauteilbereitstellung kompensiert. Die Materialbereitstellung erfolgt über zwei SpaceBoxen mit jeweils bis zu zehn Schubladen. Nach der Erfassung der Bauteile greift der Roboterarm das erste Bauteil und überführt es auf die Ausrichtstation. Dort wird das Rohteil gravimetrisch an einen Anschlag ausgerichtet und so für die spätere Einspannung in der Hermle C400 vorpositioniert. Durch die definierte Ausrichtung werden Lageabweichungen vor der Einspannung korrigiert und Maßhaltigkeit sowie Wiederholgenauigkeit verbessert. Vor dem Einlegen des Rohteils in den ersten Schraubstock des Hermle C400 Bearbeitungszentrums reinigt der Roboter den ersten Schraubstock mit mehreren Druckluftdüsen großflächig. Dadurch werden Späne und Kühlschmierstoffreste entfernt, wodurch die Spannflächen freigehalten werden und die Spannkraft erhalten bleibt. So wird eine konstante Bauteilqualität gewährleistet. Anschließend wird das Rohteil in den Schraubstock eingelegt und gespannt bevor die Bearbeitung beginnt. Bereits während der Zerspanung positioniert der Roboterarm das nächste Rohteil auf der Ausrichtstation, um den Materialfluss nahtlos fortzusetzen. Die Implementierung synchroner Prozesse reduziert die Nebenzeiten in dem Fertigungsprozess und erhöht die Spindellaufzeit.
Both Sides machining of components with automated transfer on the Hermle C400
Once the Machining cycle is complete, the robot removes the machined semi-finished part and automatically cleans the vice again. The prepared raw part is inserted and clamped immediately afterwards. The removed semi-finished part is then positioned on a gripping station and turned. The defined rotation enables exact repositioning for the second processing side. In the next step, the turned Part is aligned again on the alignment station. The SherpaLoader®M20 then transfers the semi-finished part to the second vice in the work area of the Hermle C400. It removes the finished part that was edited there in the previous work cycle. The automation unit then cleans the second vice before the aligned semi-finished part is inserted and clamped. The machining of the component is completed with the subsequent machining of the rear side of the component. The staged sequence of turning, cleaning, clamping and machining results in fully automated all-round machining without any manual intermediate steps. The finished part is returned to the Raw Material Staging.
Process-stable CNC production through robot integration on the Hermle C400
Die automatisierte CNC-Fertigung mit der Hermle C400 und dem SherpaLoader®M20 ermöglicht eine durchgehend standardisierte Mehrseitenbearbeitung unter reproduzierbaren Bedingungen. Die Roboterintegration erweitert die klassische Maschinenbearbeitung um eine strukturierte Prozesskette mit automatisierter Bauteilübergabe, kameragestützter Lageerkennung und sequenzieller Spannlogik. Die konstante Abstimmung zwischen Robotersteuerung und Maschinenablauf sorgt für eine wiederholgenaue Positionierung und reduziert lagebedingte Toleranzabweichungen. Die automatisierte Wendung und definierte Neuorientierung der Halbfertigteile ermöglichen eine vollständige Bearbeitung beider Seiten ohne manuelle Eingriffe. Dies sichert eine gleichbleibende Bauteilqualität auch bei komplexen Geometrien und senkt das Risiko fehleranfälliger Übergaben. Gleichzeitig erhöht sich die Maschinenverfügbarkeit durch die parallele Vorbereitung des nächsten Bearbeitungsschritts. Der gesamte Fertigungsbereich ist über eine geschlossene Umhausung abgesichert, die gegen Unterkriechen und Übergreifen sichert. Ein Lichtvorhang mit einer Auflösung von 30 mm und eine Revisionstür an der Rückseite der Anlage verhindern unautorisierte Eingriffe im Betrieb. Weiterhin wird die Robotergeschwindigkeit und -position sicher überwacht. Diese Sicherheitseinrichtungen unterstützen den stabilen Automatisierungsprozess und tragen zur dauerhaften Betriebssicherheit bei, ohne den kontinuierlichen Ablauf zu beeinträchtigen.